Abgabe der Steuererklärung für 2017 – die Frist naht!

16.04.2018
Abgabefrist 2018

Mitglieder von Lohnsteuerhilfevereinen können sich mit der Einkommensteuererklärung noch bis zum Jahresende Zeit lassen.

Die neuen Abgabefristen sind zwar schon in Kraft getreten, gelten aber noch nicht für die Steuererklärung 2017. Für Steuerzeiträume vor dem 1. Januar 2018 gelten noch die alten Abgabefristen nach der bis zum Jahresende 2016 geltenden Abgabenordnung (AO). Konkret bedeutet das, dass die Frist für Selbstersteller der Einkommensteuererklärung am 31. Mai 2018 abläuft. Betroffen sind alle Bürger, die zu einer Abgabe verpflichtet sind. Da dieser Tag auf einen gesetzlichen Feiertag fällt, müssen die Einkommensteuer-erklärungen am Freitag, dem 1. Juni 2018 bei den Finanzämtern eingegangen sein.

 

Belege sind nicht mehr anzufügen

Mitglieder von Lohnsteuerhilfevereinen können sich wie bisher automatisch bis zum
31. Dezember 2018 Zeit lassen, auch wenn sie sich erst nach der Abgabefrist für eine Mitgliedschaft entscheiden. Neu ist, dass die Finanzämter erstmalig vom Einreichen von Belegen gemeinsam mit der Einkommensteuererklärung absehen. Wenn das Finanzamt einen Beleg sehen möchte, fordert es ihn künftig an und dann muss er nachgereicht werden. Alle Belege sollten daher griffbereit und übersichtlich aufbewahrt werden, so dass sie bei Bedarf aufgefunden werden.

Strafen sind vermeidbar

Mit einer überzeugenden Begründung kann eine Verlängerung der Abgabefrist beim zuständigen Finanzamt angefragt werden. Diese wird in der Regel auch genehmigt. Wurde die Frist oder Verlängerung übersehen, so können vom Finanzbeamten Verspätungszuschläge erhoben werden. In der Praxis gehen dem oft noch Erinnerungsschreiben voraus.

Die Höhe eines Verspätungszuschlags liegt derzeit noch im Ermessen des Sachbearbeiters. Gesetzlich geregelt ist nur die Obergrenze, mit maximal 10 Prozent auf die festgesetzte Steuer bis 25.000 Euro. Neben der Höhe der Steuerschuld wirken sich auch die Dauer der Frist-überschreitung, das Verschulden, der dadurch erlangte Vorteil, die Einkommenshöhe und ob es sich um eine Wiederholungstat handelt, auf die Höhe des Verspätungszuschlags aus. 

Steuerschätzung durch das Finanzamt

Bei Nichtabgabe der Einkommensteuererklärung und Verweigerung einer Zusammenarbeit mit dem Finanzamt im Hinblick auf die Festlegung der Einkommensteuer ist das Finanzamt letzten Endes dazu verpflichtet, die Steuerlast des Bürgers zu schätzen. So eine Schätzung ist nicht unbedingt zu Gunsten des Steuerzahlers, denn die verschiedenen Ausgaben, die die Steuerlast senken, sind dem Finanzamt ja nicht bekannt, wenn sie ihm nicht mitgeteilt werden.

Wer keine Lust auf seine Steuererklärung hat und nun denkt, dann lasse ich sie durch das Finanzamt schätzen, hat sich geschnitten. Denn das entbindet ihn nicht von der Pflicht, seine Steuererklärung zu erstellen und nachzureichen! Der Verspätungszuschlag als Strafe bleibt auch erhalten. Dann lieber die Steuererklärung von einem Spezialisten erstellen lassen, der das schnell und unkompliziert erledigen kann. Ein Lohnsteuerhilfeverein, wie die Lohi, erledigt das nämlich zu einem günstigen und transparenten Preis.

Aktuelle Meldung vom 25. April 2018!

Das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat gab aktuell bekannt, dass die Abgabefrist für authentifiziert übermittelte elektronische Steuererklärungen in Bayern um zwei Monate verlängert wurde. Wer sich für die authentifizierte Abgabe auf www.elster.de registrieren möchte, hat für seine Einkommensteuererklärung statt bis zum 31.Mai 2018 nun bis zum 31. Juli 2018 Zeit. Die Registrierung ist einmalig erforderlich, um ein Zertifikat für die authentifizierte Übermittlung zu erhalten. Mit diesem Zertifikat kann die Erklärung dann ohne Unterschrift übermittelt werden. Wer sich bereits im Vorjahr registriert hat, muss sich nicht nochmal registrieren. Für alle diejenigen, die sich nicht registrieren möchten, ändert sich an der Abgabefrist nichts und es bleibt beim 31. Mai 2018.

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